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Ökologie

Windpark Soboth-Eibiswald

Ökologische Maßnahmen im Windpark Soboth-Eibiswald

Willkommen auf unserer Informationsseite zu den ökologischen Maßnahmen unseres Windparks Soboth-Eibiswald.

Erfahren Sie, wie wir den Schutz der Natur mit nachhaltiger Energiegewinnung vereinen.

Naturschutz

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Rekultivierung

Bereits während der dreijährigen Bauphase wird damit begonnen alle fertiggestellten Flächen und Böschungen wieder in einen naturnahen Zustand rückzubauen und diese zu gestalten. Für die sogenannte Renaturierung wird die zuvor geborgene und separat gelagerte oberste Bodenschicht, der Oberboden wieder aufgebracht. Der Erhalt der Bodenschichten ist sowohl für Bodenlebewesen als auch den Anwuchserfolg von Pflanzen und Bäumen wichtig. Außerdem werden natürliche Strukturen wie Wurzelstöcke, Totholz oder Felsen wieder eingebaut.

Zur Unterstützung der Flächenentwicklung im Offenland wird hochwertiges Weiden- und Wiesensaatgut verwendet, welches speziell an die jeweilige Höhenstufe und Standortansprüche angepasst ist. In den Waldbereichen beginnen wir direkt nach Abschluss der Bauarbeiten mit der Aufforstung der Waldbestände. Dazu werden standorttypisch, heimischee Baumarten verwendet, um langfristig einen artenreichen, gesunden Waldbestand zu erhalten. Diese Maßnahmen unterstützt die Entwicklung der Flächen, so dass sie der Tier- und Pflanzenwelt sehr bald wieder als Lebensräume zur Verfügung stehen. So fördern wir die rasche Wiederherstellung der standorttypischen Ökosysteme.

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Strukturen

Der Wiedereinbau von zuvor geborgenen Strukturelementen wie Wurzelstöcken, Felsen, Totholz aber auch die Errichtung von reich strukturierten Ast- und Steinhaufen sorgen für ein Mosaik an Strukturen.

Diese Haufen reichen bis in die Erde und bieten Schutz und Versteckmöglicheit für eine Vielzahl an Kleinsäugern und Insekten. Auch Vögel wie das Rotkehlchen oder der Zaunkönig nutzen die Asthaufen als Brutmöglichkeit.

Die Felsen und Steinhaufen erwärmen sich in der Sonne und dienen nicht nur Reptilen wie Schlangen und Eidechsen als Wärmequelle.  

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Wiederbewaldung und Waldaufwertung

Mit Fortschritt der Bauarbeiten werden die temporäre Flächen renaturiert und mit heimischen, standortgerechten Baum- und Straucharten (z.B. Buche, Bergahorn, Vogelbeere, Lärche…) wiederbewaldet. Dies gilt auch für Böschungen entlang der Zufahrtswege. Auf gesicherten Waldflächen im Umfeld des Projektgebietes wird ein umfangreiches Maßnahmenpaket umgesetzt, das nicht nur Wildtieren, sondern allen im Projektgebiet vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zugutekommt. Durch die Sicherung und Freistellung von großen Altbäumen (Laubbäumen) bleiben wertvolle Lebensraumelemente erhalten.  Diese Bäume haben aufgrund ihres Stammdurchmessers zudem das Potenzial, sich zu Quartierbäumen für Vögel und Fledermäuse zu entwickeln.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung von Totholz. Durch das Einbringen von Baumstämmen und das Sichern von stehendem Totholz wird die Entwicklung von Pilz- und Moosbeständen unterstützt, aber auch Lebensraum für auf totholzangewiesene Insektenarten geschaffen.

Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die Baumartenzusammensetzung der Waldbestände, sondern stärken auch deren Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen klimatischen Veränderungen, wovon alle Tierarten profitieren.

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Umweltbaubegleitung und Umweltbauaufsicht

Das Projekt Windpark Soboth-Eibiswald wird von einer Vielzahl an ökologischen Maßnahmen begleitet.

Bereits vor Baubeginn und während den Bautätigkeiten wird eine erfahrene Umweltbauaufsicht beauftragt, welche als externes Fachbüro unabhägige Kontrollen für die Naturschützbehörde übernimmt. Zusätzlich werden Biologinnen und Biologen der Energie Steiermark für die fachlich korrekte Umsetzung und Kontrolle der Einhaltung von behördlich auferlegten Maßnahmen und Auflagen eingesetzt. Gemeinsam stellen sie sicher, dass sensible Lebensräume geschützt und Ausgleichs- sowie Ersatzmaßnahmen fachgerecht umgesetzt werden.

Durch regelmäßige Baubesprechungen, gezielte vor Ort-Begehungen und eine enge Abstimmung mit allen beteiligten Personen überwachen sie den Baufortschritt und reagieren sofort auf mögliche Abweichungen. Jährliche Zwischenberichte und ein detaillierter Endbericht an die Naturschutzbehörde dokumentieren unsere Arbeit transparent und nachvollziehbar.

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Schutz angrenzender Biotope

In die Projekt-Planung fließen die Ergebnisse der langjährigen Untersuchungen der einzelnen technischen und ökologischen Fachbereiche, wie Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume ein. So kann der Standort der Anlagen optimiert und eventuell sensiblere Lebensräume durch Anlagenverschiebung großzügig ausgespart werden.

Zusätzlich werden vor Beginn der Baumaßnahmen an das Baufeld angrenzende sensiblere Biotope, durch einen Bauzaun mit Vlies vor Staubeintrag geschützt. Jene Bereiche in denen gebaut werden darf sind genau definiert und sichtbar abgegrenzt. Diese Baufeldgrenzen werden vor Baubeginn vermessen und die Einhaltung dieser wird von der Umweltbaubegleitung kontrolliert. Ziel der Maßnahme ist die Verhinderung zusätzlicher Flächeninanspruchnahmen. 

Artenschutz in der Bauphase

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Waldameisen

Waldameisenhaufen im Bereich der Eingriffsflächen sowie entlang der Forstraßen- und Wanderwegböschungen wurden vor Baubeginn erhoben und markiert. Sobald die Bauarbeiten in den betroffenen Bereichen beginnen, werden die Ameisenhaufen in Zusammenarbeit mit geschulten Experten (Ameisenheger) behutsam außerhalb der Bauflächen versetzt.

Bei dem Versetzen werden die Ameisenhaufen in sicherer Entfernung und außerhalb des Baufeldes auf einen geeigneten Standort versetzt. Als Hilfestellung zum Wiederaufbau der Gänge innerhalb des Ameisenhaufens wird ihnen eine Zuckerpaste (Apifonda) als Futter bereitgestellt. 

Die Umsetzung mittels Bagger hat sich dabei im Vergleich zur händischen Umsiedeln als sehr schonend erwiesen. Der neue Standort des Haufens wird dokumentiert und regelmäßig kontrolliert. Durch diese Maßnahmen stellen wir sicher, dass die lokale Ameisenfauna weiterhin bestehen bleibt und ihre wertvolle ökologische Funktion als ,,Waldaufräumer" im Gebiet ausüben kann.

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Ökologischer Bauzeitplan

Um die mögliche Beeinträchtigung durch Schlägerungsarbeiten und Bautätigkeiten so gering wie möglich zu halten wurden diese an ökologischen sensible Zeiten angepaast. Schlägerungen dürfen nur außerhalb der Brutzeit von Vögeln und der für Wildtiere energetisch kritischen Wintermonate durchgeführt werden. Die Arbeiten finden nur tagsüber statt.

Um trotzdem Rückzugsmöglichkeiten für Tiere zu bieten, wurden im erweiterten Umfeld des Gebiets großflächige Waldbestände gesichert. Diese Flächen werden während der gesamten Lebensdauer des Windparks nachhaltig bewirtschaftet und standortbezogen gepflegt. 

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Fledermäuse

Vor den Arbeiten wurden die Flächen sorgfältig auf mögliche Quartierbäume von Fledermäusen überprüft. Dabei handelt es sich hauptsächlich ältere Bäume mit Spechtlöchern und Höhlen oder abstehender, grober Borke (Rinde), welche vorab deutlich markiert wurden.

Unmittelbar vor der Schlägerung wurden die Hohlräume mittels Endoskopkamera kontrolliert und unter ökologischer Aufsicht einzeln händisch geschlägert. Diese ökologisch wertvollen Bäume werden als truktuasthäufen als Totholz verwendet. 

Zusätzlich wurden auch außerhalb des Projektgebiets 35 Fledermauskästen angebracht, um den Fledermäusen neue und sichere Quartiermöglichkeiten zu bieten. 

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Reptilien

Im Rahmen des Windparks Soboth-Eibiswald wurden gezielte Maßnahmen ergriffen, um den Lebensraum der heimischen Reptilien zu schützen und zu fördern. Während der Schlägerungen wurden Asthaufen errichtet, die unter anderem Reptilien als wichtige Versteckmöglichkeiten dienen. Diese Asthaufen werden über die gesamte Bauzeit hinweg erhalten. Ebenfalls werden in die Erde reichende Steinhaufen errichtet, die auch als Wärmespeicher dienen. Diese bieten den Reptilien nicht nur Versteckmöglichkeiten, sondern auch wertvolle Sonnplätze, die für ihr Wohlbefinden und ihre Aktivität unerlässlich sind. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass die im Gebiet vorkommenden Reptilienarten auch während der Bauphase und darüber hinaus geeignete Lebensräume finden und ihre ökologische Funktion im Gebiet weiterhin ausüben können.

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Pflanzen

Vegetationsökologisch wertvolle Bereiche wurden bereits in der Planung ausgespart. Einzelvorkommen von geschützten Pflanzen im Projektgebiet wurden vor Baustart sorgfältig per GPS verortet. Diese Pflanzen wurden markiert und während der Bauphase in benachbarte, geeignete Lebensräume umgesetzt. Durch diese Umsiedlung schützen wir die lokalen Bestände und schaffen gleichzeitig die Grundlage dafür, dass die umgesetzten Pflanzen künftig zur Wiederbesiedlung der Eingriffsflächen beitragen können.

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Schutz windkraftsensibler Arten

Bereits während der Planung des Windparks Soboth-Eibiswald wurden umfassende Maßnahmen erarbeitet, um die Tierwelt im Projektgebiet bestmöglich zu schützen. Windkraftsensible Tiergruppen wie Fledermäuse, Raufußhühner, Greif- und Zugvögel benötigen dabei besonderen Schutz. Daher wurden, in Abstimmung mit Experten, spezielle Abschalt-Algorithmen der Windkraftanlagen für die Betriebsphase entwickelt, um diese zu ökologisch sensible Zeiten gezielt außer Betrieb zu setzen.

In der Betriebsphase werden umfangreiche Monitorings zur Kontrolle dieser Abschaltalgorithmen durchgeführt, so können die Abschaltzeiten noch besser an die Tieraktivität am genauen Standort angepasst werden. Auf Basis der mehrjährigen Datenreihe werden die Windenergieanlagen beispielsweise bei entsprechender Temperatur und Windgeschwindigkeiten zum Schutz von Fledermäusen abgeschaltet. Diese Maßnahmen minimieren die Beeinträchtigung der betroffenen Tiergruppen in der Betriebsphase und tragen dazu bei, ihre Lebensräume und Wanderkorridore nachhaltig zu schützen.

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